Drei Wettfahrtsiege und Platz sieben: starker WM-Abschluss für Zernatto/Zernatto
Gerald und Antonia Zernatto beendeten die World Sailing Inclusion Championships im portugiesischen Portimão mit zwei Wettfahrtsiegen am letzten Tag. Insgesamt gewann das österreichische Duo drei Rennen und belegte im RS Venture Connect den siebenten Gesamtrang. Im 2.4mR gingen alle drei Medaillen an Finnland. 222 Athlet*innen aus 40 Nationen waren bei der zweiten Auflage der World Sailing Inclusion Championships am Start. Sechs Regattatage lang wurde in acht Disziplinen um die Titel gesegelt. Das österreichische Team war im RS Venture Connect, kurz RSVC, sowie im 2.4mR vertreten.

Zernatto/Zernatto gewinnen beide Abschlussrennen
Gerald und Antonia Zernatto hatten sich als Siebente der Qualifikation für die Gold Fleet der besten 14 RSVC-Teams qualifiziert. Dort steigerten sie sich zum Abschluss noch einmal deutlich.
Auf einen dritten Platz folgten am letzten Tag zwei Wettfahrtsiege. Mit insgesamt drei ersten Plätzen und 69 Nettopunkten beendeten Zernatto/Zernatto die Weltmeisterschaft auf dem siebenten Gesamtrang.
Ihr Sieg im letzten Rennen hatte auch direkten Einfluss auf die Entscheidung um den WM-Titel. Die Schweden Fia Fjelddahl und Patric Rosenberg gingen mit einem Vorsprung von zehn Punkten in den Finaltag, mussten die Spanier Pau Toni Homar und Ramón Gutiérrez aber noch einmal herankommen lassen.
Im entscheidenden Rennen segelten Gerald und Antonia Zernatto noch an den Spaniern vorbei und gewannen die Wettfahrt. Schweden und Spanien beendeten die WM dadurch mit jeweils 37 Nettopunkten. Aufgrund der größeren Zahl an Wettfahrtsiegen ging der Titel an Fjelddahl und Rosenberg. Bronze holten Stian Kristiansen und Elliot Finnestrand aus Norwegen.
Hubert Stockner und Matthias Aull komplettierten das österreichische RSVC-Aufgebot und beendeten die Weltmeisterschaft auf Platz 28.
Finnisches Podium im 2.4mR
Im 2.4mR war Finnland während der gesamten Woche das Maß der Dinge. Marko Dahlberg übernahm bereits zu Beginn die Führung und gab sie bis zum Ende nicht mehr ab. Mit neun Wettfahrtsiegen sicherte er sich souverän den Weltmeistertitel.
Auch die beiden weiteren Medaillen gingen nach Finnland: Otto Dahlberg wurde Zweiter, Rikard Bjurström belegte Rang drei. Niko Salomaa komplettierte das starke finnische Ergebnis auf Platz vier.
Die drei österreichischen Teilnehmer hielten in dem stark besetzten Feld dagegen. Mario Graus beendete die WM als bester Österreicher auf Rang zehn. Kurt Badstöber und Gabor Birinyi lagen am Ende punktegleich, aufgrund der besseren Einzelergebnisse wurde Badstöber Zwölfter und Birinyi Dreizehnter.
Der österreichische Endstand im 2.4mR:
- Marko Dahlberg, Finnland
- Otto Dahlberg, Finnland
- Rikard Bjurström, Finnland
- Mario Graus, Österreich
- Kurt Badstöber, Österreich
- Gabor Birinyi, Österreich
Zwei Trainingslager in Portimão geplant
Neben den sportlichen Ergebnissen nahm das österreichische Team viele positive Eindrücke aus Portugal mit. Die Stimmung unter den Teilnehmer*innen, der enge Zusammenhalt innerhalb der internationalen Community und die Organisation durch World Sailing und Vela Solidária prägten die gesamte Woche.
Für Österreich ist Portimão auch nach der Weltmeisterschaft ein wichtiger Trainingsstandort. Im kommenden Winter wird das Team zwei Trainingslager an der Algarve absolvieren und sich dort gezielt auf die neue Saison vorbereiten.
Der nächste internationale Höhepunkt steht bereits fest: 2027 werden die World Sailing Inclusion Championships Teil der World Sailing Championships in Gdynia. Die Titelkämpfe in Polen finden vom 22. Juli bis 1. August statt.









