Österreichisches Team bei der Inklusions-WM in Portimão
Mehr als 200 Segler*innen aus über 40 Nationen sind derzeit bei den World Sailing Inclusion Championships im portugiesischen Portimão im Einsatz. Österreich ist in den Klassen 2.4mR und RS Venture Connect mit insgesamt fünf Booten vertreten. Für das bisherige rot-weiß-rote Highlight sorgten Gerald und Antonia Zernatto mit einem Wettfahrtsieg. Die World Sailing Inclusion Championships werden vom 4. bis 10. Oktober ausgetragen, die Wettfahrten laufen seit Montag. In acht Disziplinen werden Weltmeistertitel und internationale Wertungen ausgesegelt. Das Programm reicht vom Einpersonen-Kielboot über Zweipersonenklassen und Multihulls bis zu Wettbewerben für Segler*innen mit Sehbeeinträchtigung sowie einem Wingfoil-Demonstrationsbewerb.

Drei Österreicher im 2.4mR
In der Klasse 2.4mR wurden bis Donnerstag elf Wettfahrten absolviert. An der Spitze hat sich ein finnisches Trio abgesetzt: Marko Dahlberg führt vor Rikard Bjurström und Niko Salomaa.
Mario Graus ist derzeit bestplatzierter Österreicher. Der Segler des SCTWV liegt mit 89 Nettopunkten auf Rang acht. Vor allem in den jüngsten Wettfahrten konnte er sich steigern und mit den Plätzen fünf, sechs und vier wichtige Punkte sammeln.
Kurt Badstöber folgt auf Rang zehn. Der Segler des SFVI hält bei 93 Nettopunkten und liegt damit nur vier Punkte hinter Graus. Gabor Birinyi, ebenfalls für den SFVI am Start, nimmt vor den verbleibenden Wettfahrten Rang 13 ein.
Der Zwischenstand im 2.4mR:
- Marko Dahlberg, Finnland
- Rikard Bjurström, Finnland
- Niko Salomaa, Finnland
- Mario Graus, Österreich
- Kurt Badstöber, Österreich
- Gabor Birinyi, Österreich
Zernatto/Zernatto mit Wettfahrtsieg in die Gold Fleet
Im RS Venture Connect wurde die Qualifikationsserie am Donnerstag abgeschlossen. Gerald und Antonia Zernatto überzeugten über weite Strecken mit konstanten Ergebnissen. Nach einem vierten und einem dritten Platz zum Auftakt gelangen dem österreichischen Duo im weiteren Verlauf unter anderem ein zweiter Rang sowie ein Wettfahrtsieg.
Mit 41 Nettopunkten beendeten sie die Qualifikation auf dem starken siebenten Platz. Damit qualifizierten sich Gerald und Antonia Zernatto für die Gold Fleet, in der ab Freitag die besten Teams um die vorderen Plätze segeln.
An der Spitze könnte es kaum enger sein: Fia Fjelddahl und Patric Rosenberg aus Schweden sowie die Spanier Pau Toni Homar und Ramón Gutiérrez liegen mit jeweils 16 Nettopunkten gleichauf. Dahinter folgt das norwegische Duo Stian Kristiansen und Elliot Finnestrand.
Das zweite österreichische Team mit Hubert Stockner und Matthias Aull beendete die Qualifikation auf Rang 28 und setzt die Weltmeisterschaft in der Silver Fleet fort.
Entscheidungen fallen am Samstag
Die World Sailing Inclusion Championships laufen noch bis Samstag. Neben den sportlichen Entscheidungen steht in Portimão auch die internationale Weiterentwicklung des inklusiven Segelsports im Mittelpunkt. Die Veranstaltung ist Teil der Para-Inclusive-Strategie von World Sailing und soll den Weg für eine mögliche Rückkehr des Segelns ins paralympische Programm ebnen.
Für die österreichischen Segler*innen bleiben noch mehrere Chancen, sich in den abschließenden Wettfahrten nach vorne zu arbeiten. Besonders Gerald und Antonia Zernatto haben nach ihrem Wettfahrtsieg und dem Einzug in die Gold Fleet bereits ein starkes Ausrufezeichen gesetzt.
Fotocredit: 2026 World Sailing Inclusion Championsships













