17.05.2026
Spitzensport

Prettner/Flachberger holen Silber bei 49er-Weltmeisterschaft

Keanu Prettner und Jakob Flachberger haben bei der Weltmeisterschaft in der olympischen 49er-Klasse in Quiberon, Frankreich die Silbermedaille gewonnen. Mit den Platzierungen vier und zwei in den beiden Medal-Races segelte das Duo vom Union Yacht Club Wolfgangsee zum Vizemeistertitel. Für die EM-Vierten aus dem Vorjahr ist es der bislang größte Erfolg ihrer Karriere.

Die Salzburger Paarung Keanu Prettner/Jakob Flachberger hat eine großartige WM-Woche mit zwei fantastischen Leistungen in den beiden Medal-Races versilbert: Die beiden 26-Jährigen nahmen den Schlusstag bei den Titelkämpfen in der olympischen 49er-Klasse als Gesamtfünfte in Angriff. Im ersten der beiden finalen Wettfahrten, die nur den besten zehn Booten der Opening-Series vorbehalten waren, verbesserten die beiden Athleten mit einem umsichtigen vierten Platz ihre Medaillenchancen.

Im zweiten Medal-Race zeigten Prettner/Flachberger ihr ganzes Können. Nach einem starken Start führten die beiden lange das Feld an – lagen zwischenzeitlich sogar auf Goldkurs. Schlussendlich brachten sie einen zweiten Platz nach Hause und fixierten damit auch die Silbermedaille. Der Weltmeistertitel ging an die neuseeländische Paarung Seb Menzies/George Lee Rush. Dritte wurden die Niederländer Bart Lambriex van Aanholt/Floris van de Werken.

„Es ist immer extrem super, wenn man bei einer Weltmeisterschaft eine Medaille holen kann – weil es ja doch der Ziel-Event ist, an dem alle immer top-ausgerüstet antreten. Dass wir es dieses Jahr so gut umsetzen konnten, ist natürlich überragend. Wir freuen uns extrem. Ganz realisiert haben wir es noch nicht. Die ganze Woche hat sich sehr gut angefühlt. Die Bedingungen hier, mit etwas mehr Wind, liegen uns einfach. Wir haben dann mit den beiden Race-Wins am Eröffnungstag schon viel Drive für die restliche Regatta mitnehmen können. Und dann haben wir uns nicht viele Fehler erlaubt, sind konstant gesegelt und hatten einfach Spaß am Attackieren – und das hat uns die Silbermedaille ermöglicht“, kommentiert Keanu Prettner den größten Erfolg seiner Karriere.

Vorschoter Jakob Flachberger ergänzt: „Wir haben gewusst, dass wir heute attackieren müssen. Es war für den Kopf brutal – beide waren wir angespannt. Aber wir haben es geschafft. Gutes Teamwork, gute Kommunikation am Boot und wir haben die Nerven bewahrt und sind somit zwei sehr gute Rennen gefahren. Jetzt sind wir überglücklich mit der Silbermedaille. Unglaublich. Das muss jetzt mal ein wenig sacken.“

Die Silbermedaille von Prettner/Flachberger ist Österreichs vierte WM-Medaille in der olympischen 49er-Klasse. Nico Delle Karth/Nikolaus Resch holten zweimal Silber (2007 und 2016), Benjamin Bildstein/David Hussl fuhren 2017 zu Bronze.

OeSV-Sportdirektor Matthias Schmid über das erfolgreiche Wochenende: „Zwei WM-Medaillen an einem Wochenende haben wir überhaupt nur ganz selten gehabt – ich kann mich nicht daran erinnern. Es unterstreicht, dass wir aktuell sehr gut arbeiten und in mehreren olympischen Klassen realistische Chancen auf Medaillen haben. Wir sind auf höchstem Level, in der absoluten Weltspitze in der Lage, jederzeit zuzuschlagen und unsere Leistung abrufen zu können."

… über die 49er-Weltmeisterschaft: „Gerade in der 49er-Klasse sieht man, wie hoch das Niveau mittlerweile ist: Keanu und Jakob mussten vor wenigen Wochen in Hyères noch in die Silberflotte, nun sind sie Vizeweltmeister. Bei der WM haben die beiden nun extrem stabil gearbeitet und sich kaum Fehler geleistet – das war überragend. Besonders hervorzuheben ist auch die Arbeitsmethodik unseres gesamten Teams. Technologische und meteorologische Komponenten wie Strömungs- und Windmessungen waren ein enorm wichtiger Bestandteil, um das Revier perfekt zu verstehen und erfolgreich zu sein – das war ‚outstanding‘.“

… über die Formula Kite-Weltmeisterschaft: „Für Valentin war die Weltmeisterschaft wiederum unglaublich schwierig – mit Materialschäden und vielen Herausforderungen. Unter diesen Voraussetzungen trotzdem noch eine Medaille zu holen, ist extrem ‚tough‘ und verdient höchsten Respekt. Im Finale hat er dann nochmal ein Eutzerl draufgelegt – das war richtig stark.“


Nacra 17 & 49er Weltmeisterschaft
Quiberon, Frankreich (12. – 17. Mai 2026)
Keanu Prettner/Jakob Flachberger (49er)