Beide Nacra 17-Teams vor Kiel in den Top-10
Nach dem dritten Wettkampftag der traditionellen „Kieler Woche“ liegen beide Nacra 17-Teams vom Österreichischen Segel-Verband in den Top-10: Laura Farese/Matthäus Zöchling fuhren am Montag zweimal auf das Podest (2/3) und rangieren beim vierten Stopp der Sailing Grand Slam-Serie aktuell an sechster Position, während Lukas Haberl/Clara Stamminger in der Gesamtwertung Platz neun beanspruchen. Die 49er-Vizeweltmeister Keanu Prettner/Jakob Flachberger haben indes die Qualifikation nur an 35. Position abgeschlossen – und verpassten damit den Einzug in die Goldflotte.

Nach witterungsbedingt gar keinen Rennen am Samstag und nur zwei Läufen am Sonntag ist am dritten Wettkampftag der 132. Auflage der Traditionsregatta an der Ostsee mit drei Rennen fast das gesamte Tagesprogramm der olympischen Katamaran-Klasse absolviert worden. Laura Farese/Matthäus Zöchling (3/2/9) schoben sich mit drei Top-10-Platzierungen an die sechste Position.
„‚Finally‘ mehr Wind – und wir konnten auf den Vorwind-Längen der ersten beiden Wettfahrten foilen und schafften es, dort immer in der Spitzengruppe zu agieren. Damit sind wir sehr zufrieden, weil wir schöne, präzise Entscheidungen getroffen haben. In der dritten Wettfahrt ist dann der Wind ‚gestorben‘, das Foilen war grenzwertig. Alles in allem war es aber ein super Tag. Für morgen hoffen wir auf mehr Wind – auch wenn es nicht prächtig aussieht, glauben wir daran“, sagt Vorschoter Matthäus Zöchling.
Lukas Haberl/Clara Stamminger zeigten über den Tag eine Steigerung (16/12/8) und sind in der Gesamtwertung Neunte.
Dämpfer für 49er-Vizeweltmeister Prettner/Flachberger
Keanu Prettner/Jakob Flachberger haben bei der „132. Kieler Woche“ einen Dämpfer hinnehmen müssen: Nach Silber bei der Skiff-Weltmeisterschaft im Mai und dem Sieg zuletzt bei der „Dutch Water Week“ verpasste das Duo vom Union Yacht Club Wolfgangsee diesmal den Einzug in die Goldflotte. Die beiden Salzburger kamen – bei absoluten Leichtwindbedingungen – in den beiden Rennen am Montag zu den Platzierungen 26 und 18 und beschlossen die Qualifikation an 35. Stelle.
„Natürlich sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Es war recht schwierig, extrem wenig Wind. Wir haben beide Starts verhaut – beim ersten waren wir auch selbst schuld. Wenn wir das Race besser segeln, hätten wir schon dabei sein können. Aber wir haben dann beide Wettfahrten von hinten begonnen und es war schwierig, sich nach vorne zu arbeiten. Morgen geht es für uns jetzt in der Silberflotte weiter – da sind auch ein paar starke Teams dabei. Es gibt noch vier Rennen, um ein paar Dinge herauszufinden, die wir positiv Richtung EM mitnehmen können“, fasst Steuermann Keanu Prettner zusammen.
Keno Pulte/Leo Uebelhör fuhren in ihrer Flotte zweimal einen Top-20-Platz ein (14/19) und liegen an 78. Position, Ferdinand Steffan/Jonah Maier (28/20) sind aktuell auf Rang 87 platziert.
Für Österreichs 49erFX-Teams hat am Montag die Silberflotte begonnen: Rosa Donner/Marion LaFrance-Berger eröffneten mit einem 23. Rang, steigerten sich dann auf zwölf und 20. Overall belegt das zuletzt wegen einer Verletzung zwei Monate lang zur Trainingspause gezwungene Duo die 37. Position. Eva Truttenberger/Livia Farese liegen am Ende des Feldes.
Clemens Kübber hat im ersten Rennen des Tages in der quantitativ stark besetzten ILCA 7-Flotte mit Rang 27 sein bestes Einzelresultat bei dieser Regatta eingefahren. Insgesamt rangiert der Burgenländer an 74. Position. „Wir waren fast sieben Stunden draußen, mussten dann rein, um für ein Rennen nochmal rauszufahren. Da war sehr wenig Wind – für die Bedingungen war das Ergebnis sehr gut“, sagt Kübber.
Kieler Woche
20. – 25. Juni 2026
Ergebnisse
49er
Keanu Prettner/Jakob Flachberger
Ferdinand Steffan/Jonah Maier
Keno Pulte/Leo Uebelhör
49erFX
Rosa Donner/Marion LaFrance-Berger
Eva Truttenberger/Livia Farese
Nacra 17
Lukas Haberl/Clara Stamminger
Laura Farese/Matthäus Zöchling
ILCA 7
Clemens Kübber



