15.10.2026
Hochsee

Croatia Coast Cup 2026: Wenn Teamgeist wichtiger ist als das Ergebnis

© Pitter Yachtcharter

28 Crews, rund 200 Teilnehmer*innen und sechs Tage Regattasegeln: Beim Croatia Coast Cup 2026 führt die Strecke von Biograd über die Insel Rab zurück nach Biograd. Die Crew rund um Klaus Pitter bewies dabei, dass sich auch aus einem Rückschlag etwas Positives machen lässt. Nach einem Gennaker-Schaden gleich zu Beginn der ersten Wettfahrt kämpfte sich das Team zurück und erreichte in der ORC-Gruppe mit Gennaker den dritten Platz. Während die Regatta noch bis 16. Oktober läuft, verfolgen wir gespannt die weiteren Entwicklungen.

Vom 10. bis 16. Oktober 2026 steht beim Croatia Coast Cup wieder das sportliche Segeln entlang der kroatischen Küste im Mittelpunkt. Die Herbstregatta führt die Teilnehmer*innen von Biograd zur Insel Rab und wieder zurück. Der Bewerb wird im Zweijahresrhythmus abwechselnd mit der Offshore Challenge ausgetragen und zählt zu den klassischen Mittelstreckenregatten.

Zwei Mittelstrecken inklusive Nachtfahrten und Livetracking sorgen für sportliche Herausforderungen. Insgesamt sind rund 200 Teilnehmer*innen in 28 Crews am Start. Gesegelt wird in den Klassen Bavaria Cruiser 46, Dufour 41 Performance sowie ORC mit und ohne Spinnaker.

Gennaker-Schaden direkt nach dem Start

Für die Regattacrew rund um Klaus Pitter begann die erste Wettfahrt mit einem unerwarteten Rückschlag: Gleich nach dem Start riss der Gennaker. Doch für die Crew war klar, dass Aufgeben keine Option ist. Das beschädigte Segel wurde genau begutachtet und anschließend in stundenlanger gemeinsamer Arbeit wieder zusammengenäht. Statt sich vom Missgeschick entmutigen zu lassen, konzentrierte sich die Mannschaft darauf, eine Lösung zu finden und wieder segelfertig zu werden.

Gemeinsam zurück auf Kurs

Die Reparatur erforderte Geduld, Einsatz und Zusammenarbeit. Gregor Seidl, Skippertrainer bei Pitter Yachtcharter und Großschot-Trimmer im Regattateam, brachte die Situation mit den Worten „Ist halt blöd gelaufen!“ auf den Punkt.

Aus dem Vorfall zog die Crew auch eine wichtige Erkenntnis: Gerade auf längeren Regattastrecken sind Ruhe, Geduld und eine realistische Einschätzung der Situation entscheidend. Wer zu viel erzwingen möchte, riskiert Fehler. Manchmal gehört es deshalb zum Segelsport, Rückschläge anzunehmen, daraus zu lernen und gemeinsam weiterzumachen.

Der Einsatz machte sich schließlich bezahlt. Trotz des beschädigten Gennakers setzte die Mannschaft die Regatta fort und segelte in der ORC-Gruppe mit Gennaker auf den dritten Platz. Im Gesamtklassement blieb die Crew zwar auf den hinteren Rängen, an Bord überwog jedoch der Stolz auf das gemeinsam Erreichte.

Die Regatta läuft weiter

Der Croatia Coast Cup ist aktuell noch in vollem Gange. Bis zum 16. Oktober stehen die Crews bei der Herbstregatta vor weiteren Herausforderungen auf den Mittelstrecken zwischen Biograd und Rab. Wir verfolgen gespannt, wie sich die Teams auf dem Wasser schlagen und welche Ergebnisse die verbleibenden Wettfahrten bringen.

Mehr als nur eine Platzierung

Die Geschichte der Crew rund um Klaus Pitter zeigt, dass bei einer Regatta nicht ausschließlich die Ergebnisliste zählt. Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen, Verantwortung zu übernehmen und auch nach einem Rückschlag an einem Strang zu ziehen, sind wesentliche Bestandteile des Segelsports.

Der Croatia Coast Cup bietet dafür den passenden Rahmen: anspruchsvolle Mittelstrecken, Nachtfahrten und wechselnde Bedingungen entlang der kroatischen Küste. Für die Teilnehmer*innen stehen dabei sportlicher Wettbewerb und das gemeinsame Erlebnis auf dem Wasser im Mittelpunkt.

Weitere Informationen:Croatia Coast Cup 2026

Zum Erfahrungsbericht von Klaus Pitter:Vom Gennaker-Schaden zum Teamerfolg

(c) Pitter Yachtcharter
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